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Pfingstmontag, 1. Juni 2009

 

 

 

Das Innere des Autos duftete vollkommen nach der weißen Lilie, welche in einer großen zylindrischen Glasvase auf dem Boden vor dem Beifahrersitz neben dem Korb eingeklemmt stand.
Sie duftete betörend. Nach Fantasie. Ein süßer, berauschender und voller Duft. Nach Fülle duftete sie, und auf eine Weise auch ganz rein.
Neulich habe ich mir ein Buch gebraucht gekauft. Ich habe den Titel in dem Quellenverzeichnis eines anderen Buches gefunden. Es heißt: Was ist der Weg - er liegt vor deinen Augen und ist von Rudolf Seitz. Es birgt eindrücklich schöne schwarzweiß Photografien japanischer Gärten jeweils kombiniert mit einem sorgfältig ausgewählten Zen-Text, einem Haiku. Als ich es erhielt und aufschlug fand ich eine Karte darin. Eine Karte mit der farbigen Photografie einer zarten Lilie. Vielleicht hat sie die Verkäuferin hineingelegt, vermutete ich, um mir als Käuferin eine Freude zu bereiten. Oder vielleicht lag sie noch vom Vorbesitzer in dem Buch.
Immer wieder mußte ich sie betrachten.
Ich habe das Buch verschenkt und es noch einmal bestellt.
Es ist kostbar.
Wenn ich darin blättere, die Photografien ansehe und das eine oder andere Haiku lese und darüber sinniere, die Worte auf mich wirken lasse, werde ich ganz ruhig und eine stille Freude erfüllt mich.
“Gestern früh habe ich bei der Meditation das Bild einer rötlichen Lilienblüte vor meinem inneren Auge gesehen”, sagte er, “deshalb habe ich sie ausgewählt.”

 

Aus dem Buch entnommen - Erster Teil: Wege:

 

 

Ein Novize kam zu Meister Hsüan-sha und sagte:
“Ich bin noch neu im Kloster und suche den Weg zur Erleuchtung.
Bitte gebt mir einen Rat, wie ich ihn finden kann.”
Hsüan-sha fragte: “Hörst du das Rauschen des Flusses?”
“Ja, Meister.”
“Wenn ja - das ist der Weg.”
Hsüan-sha Shih-pei

 

 

Ein Funken Vertrauen, einmal erwacht,
öffnet für immer den Weg.
Jitoku Eki

 

 

 

Das beeindruckende jüngste Gericht in der St. Georgskirche zu Reichenau-Oberzell über dem Eingangsbereich an der Rückwand der Kirche. Auf den Wänden rechts und links nach vorne die acht Wunder Jesu. Sie wurde von 888 bis 913 von Abt Hatto erbaut.

 

 

 

Ich machte einen Stopp in Reichenau, um die berühmten romanischen Kirchen anzuschauen. Während ich durch den Sommermorgen ging, traf mich plötzlich ein feuchter Tropfen auf der rechten Wange, der von dem blauen Himmel zu regnen schien. Es war von einem Vogel. Ein anderer kleiner Vogel sang jubilierend in einem Baumwipfel. Schwäne schwammen auf dem spiegelglatten See, der blaugrün funkelte.
Wie ein Seidentuch.
Gnadensee, so heißt dieses Teilstück des Bodensees.
Ein Mann erzählte mir, während ich die so üppig blühenden Pfingstrosen davor fotografiert habe, daß er vor vielen Jahren in dieser Kirche geheiratet habe.
Als ich wieder daheim angekommen die Blumen im Hof gegossen habe, die großen Oleanderstöcke, die vielen Geranien, den Olivenbaum, kam plötzlich Yoda, der rote Kater, laut maunzend aus den Büschen von der anderen Straßenseite hervorgesprungen, um mich zu begrüßen. Erst tat ich so, als würde ich ihn nicht kommen sehen. Er sprang rufend auf mich zu, warf sich froh in meine Arme, schmiegte seinen Kopf in meine Hand und schnurrte und brummte und stieß frohe Stöhngeräusche aus, so sehr freute er sich mich wieder zu sehen.

 

 

 

Verwunschener Garten mit Hollunderbüschen - Blick vom Seeufer auf die alte Kirche.

 

 

 

Dienstag, 2. Juni 2009

 

 

 

Heut träumte ich noch einmal von dem Schützen.
Es war folgende Szene: Da war der Schütze, er befand sich mitten auf einer Hängebrücke, die zwischen zwei Berggipfeln gespannt war. Da kam der Adler von rechts über die hohen Berge angeflogen. Und plötzlich merkte ich - es wird doch nicht, es wird doch nicht etwas Schlimmes geschehen... - daß es “ich” bin, es die eigenen, destruktiven Gedanken sind, welche das Bild nun zu manipulieren begannen. Es formen wollten. Der Schütze spannte den Pfeil auf seinen Bogen und hub an, ihn gegen den Adler zu erheben.

 

 

 

Mittwoch, 3. Juni 2009

 

 

 

Ich träumte von einem Mann mit einem großen Messer. Er will mir das Herz mit seinen Worten ausstechen.

 

 

 

 

Samstag, 6. Juni 2009

 

 

 

Ich bin um halb fünf losgefahren. Wieder eine Katze, die überfahren worden ist. Sie war schwarzweiß gefleckt. Ich sah einen Fuchs im Wald verschwinden, dann, am Autobahnkreuz, noch einen zweiten. Der hatte ein ganz dunkles Fell, war fast schwarz.
Die Kerze brannte bereits.
Dies hatte eine tiefe Bedeutung.
Diesmal saß ich auf den zwei weißen, runden Kissen mit dem Rücken zur Fenstertüre.
Sie sprach über das morphogenetische Feld, die Akasha-Chronik oder die Gemeinschaft der Heiligen, wie sie es auch nannte, welches die Erde umhüllt und alles Wissen, alle Erfahrung, die je gemacht wurde, enthält.
Hinter mir summte es auf einmal laut. Ich dachte, das muß eine riesengroße Schmeißfliege sein. Ich werde das Fenster jetzt nicht öffnen und den Vortrag stören, nahm ich mir weiter vor. Nach einer Weile, ich hatte die Fliege schon vergessen, summte und brummte es wieder laut. Immer wieder stieß sie heftig gegen das Fensterglas. Sie mußte riesengroß sein! Jetzt drehte ich mich möglichst unauffällig um. Reijo zückte schon gefährlich die Fliegenklatsche. Doch da sah ich, daß die vermeintliche Schmeißfliege ein großer Käfer war, der grüngolden schillerte. Ich dachte: Das ist ein Skarabäus. Als der Käfer merkte, daß ich ihn fangen wollte und ich ihn berührt hatte stellte er sich sofort tot. Er sah schon etwas mitgenommen aus. Ich hob ihn vorsichtig auf, öffnete so leise und so schnell wie möglich die Fenstertüre und legte ihn draußen auf das Fenstersims.
Ich sah schnell zu ihr hin, um ihren Gesichtsausdruck einzufangen.
Es ergab sich, daß wir über die Bedeutung von Träumen sprachen, in welchen die Mutter starb.
Über die Mutter im Allgemeinen. Priska hatte einen Traum mitgebracht.
Auf einmal sah sie mich lächelnd an. Ob ich etwas dazu sagen wolle. Und das ich ja auch etwas mitgebracht habe.
Ich saß aber auf der Leitung, war ganz in meinen Gedanken und es dauerte etwas, bis ich reagieren konnte.
Draußen donnerte und blitzte es die ganze Zeit über. Nebel stiegen auf.
Ein Gewitter am Vormittag.
Im Zimmer wunderschöne üppige Blumensträuße. Unter einem waren die winzigen glitzernden Herzchen diesmal als eine spiralförmige Galaxie hingelegt, mit rotierenden Armen.
Die Rose vor dem Fenster blühte.
Sie sprach auch vom Sterben. Sterben zu können, mit dem Gefühl, sein Leben auf die richtige Weise gelebt zu haben...
Sie hatte einen köstlichen Salat für uns zubereitet. Aus Bulgur. Mit Tomaten, Gurken und Feta-Käse. Verfeinert mit Olivenöl, Zitrone und Minzeblätter.
“Und, wie geht es euch?” fragte sie mich später lächelnd. Ich erwiderte in etwa hilflos, daß es wohl das Schwierigste ist, herauszufinden, was ich denn wirklich wolle, was meine Wahrheit sei.
Ich hatte eine Frage wegen der symbolischen Bedeutung von einer Farbe. Mich interessierte die Bedeutung von einem bestimmten hellen Blau, einem Azurblau, weil ich vor einiger Zeit einmal von Menschen, Sufis, in weißen Gewändern mit solchen Schals geträumt habe.
Es ist auch das Blau des Engels Gebenflut.
Sie sprach dann auch vom Grün. Von diesem Grün, von diesem Grüngold.
“Dieses Grüngold, mit was kann man es vergleichen... Wie kann ich es dir nur beschreiben? ... Vielleicht mit diesem Stein, diesem besonderen Edelstein, wie heißt er nur... ?”
“Mit einem Smaragd?”, fragte ich.
Erst viel später ist mir der Käfer mit seinem schillernden Panzer wieder eingefallen.

 

 

 

Sonntag, 7. Juni 2009

 

 

 

 

 

 

Frucht

 

 

 

Die beiden kleinen Zaunkönige haben nun in dem Vogelhäuschen am Fenster des Arbeitszimmers genistet. Ich sehe sie, wenn ich am Computer sitze. Es ist herzerfrischend.

 

 

 

Voller Zweifel.

 

 

 

Auf der Heimfahrt, kurz vor meinem Ziel, es regnete, lag diese Blume mitten auf der Straße vor mir und ich hielt.

 

 

 

Ein Vogelschwarm am Himmel nahm selbst die Form eines großen Vogels an.
Vor einem Tunnel.

 

 

 

Der Schwan

 

 

 

Montag, 8. Juni 2009

 

 

 

Gras glitzert wie endlose Wellen eines großen Meeres.

 

 

 

Dienstag, 9. Juni 2009

 

 

 

Als ich den Youtube-Film angesehen habe mußte ich plötzlich heftig weinen. Ich dachte: Ja, er ist es. Irgendwie habe ich nicht damit gerechnet gehabt, daß es Filmaufnahmen von ihm geben könnte.
“Finde deinen Weg zu uns, über vergangene Jahre.”
Blitze zuckten lautlos am Nachthimmel, später brach ein Gewitter los.
Ich bekam ein Herz aus Kornblumen gesandt.
Am Morgen war die Natur wunderbar frisch gewesen. Die Sonne zog Wasser. Ein zarter Regenbogen erhob sich über das Tal.
Bauchschmerzen.
Begegneten uns zufällig an der Kreuzung, fuhren aneinander vorbei. Habe schon auf der Fahrt an ihn gedacht. Er winkte mit seinem Finger. Ich bog ab und winkte zurück. Sah ihn scheu nicht direkt an.

 

 

 

Donnerstag, 11. Juni 2009

 

 

 

Ein Traum. Eine Jugendfußballmannschaft soll gegen unsere Jugendfußballmannschaft antreten. Vor dem Spiel kommt eine alte Frau mit einem Fragebogen zu mir, sie hält ihn mir vor, den ich spontan ausfüllen aus. Ich soll mein Kreuz in einem der großen, rosafarbenen Kreise machen. Aus irgendeinem Grund hält sie den Fragebogen dann etwas weiter entfernt. Das ist aber kein Problem. Der Fragebogen ist von der Spieleleitung und ich fühle mich geehrt, daß meine Meinung wichtig sein soll, da sie, noch vor dem Spiel, sogar dem Publikum bekannt gegeben werden wird.
Ich weiß auch schon, daß ich Leben ankreuzen werde.

 

 

 

Als ich aus dem Haus trat, es war gegen fünf, sah ich einen doppelten Regenbogen über dem Nachbarhaus, das Krebshaus, auf der anderen Straßenseite schweben. Es sah so aus, als wolle er sich gerade direkt in das Haus hinein ergießen. Er stand in südöstlicher Richtung.
Manchmal kommt es mir vor, als würde ich nur lügen.
Ich fand einen kleinen toten Maulwurf im Garten. Was für ein schönes Tier. Er hat vier richtige Hände.
Diese, seine, Hände, sie sehen einfach unglaublich aus. Richtig menschlich. Offene Hände. Hände mit Linien. Weich. Rosafarben. Ganz zart. Zum Berühren. Hände, zum Streicheln. Hände, um in der Erde zu graben. Hände ohne Arme. Zu schaufeln. Hände, ausdrucksvoll.
Mit langen spitzen Nägeln.
Der Anblick rührte mich sehr.
Eine Hand, die sich mitteilt. Mitteilen.
Ein Handfüßler. Handfuß. Im schwarzen, seidenglatten Fellkleid.
Blind.
Ich fürchte, daß ihn der Kater getötet hat. In dieser Beziehung sind Katzen einfach schrecklich.

 

 

 

Blume

 

 

 

Freitag, 12. Juni 2009

 

 

 

Ich träumte von zwei zarten rosafarbenen Blüten. Aus der einen, der linken, rann Wasser, die andere empfing.

 

 

 

Auf dem Rücken des Schmetterlings
ist eine Knospe gewachsen.

 

 

 

Samstag, 13. Juni 2009

 

 

 

Ich träumte von einer Uhr mit schwarzem Zifferblatt und weißen Ziffern und Zeigern, die Ziffern waren wie mit Kreide aufgemalt. Es ist fünf nach zwölf.

 

 

 

Sonntag, 14. Juni 2009

 

 

 

Ich sah ein kleines Mädchen alleine durch die sonnendurchfluteten Felder spazieren gehen, das ein weißes Pony führte.
Ihr halblanges, aschblondes und ganz feines Haar wehte.

 

 

 

 

 

 

Die Suche nach nichts -
und der Mond endet.

 

 

 

Mittwoch, 17. Juni 2009

 

 

 

Das Bild bedeutet: Wind of Change.
Veränderung.
Ritt auf der großen Schlange.

 

 

 

Wohin?

 

 

 

Donnerstag, 18. Juni 2009

 

 

 

 

 

 

Der Jasmin blüht.
Duftet von der Hauswand in das Haus wie eine Lichtfahne.
Der Rittersporn.
Das Johanniskraut.

Die ersten Schwalben sind geschlüpft und meinen Weg säumen winzig kleine Eierschalen, die von hoch oben heruntergefallen sind.
Schon am Morgen sitzt ein kleiner Spatz auf dem Dach. Er sitzt dort jeden Tag und ruft laut und durchdringend mit geschwollener Brust:
Tschilp! Tschilp! Tschilp!
Die Katze schaut mich aus ihren unergründlichen Bernsteinaugen an und meint rätselhaft:
„In Anbetracht deiner Lage rate ich: Geduld.”

 

 

 

Jetzt habe ich das Buch noch einmal durchgelesen und finde die Stelle nicht mehr. Zum vierten Mal. Damals, Ende 2002, war es das dritte Mal. Die Stelle, welche so viel ausgelöst hat. Es ist verrückt. Ich kann nicht einmal mehr genau sagen, von was sie handelte. Ich glaube es nur noch zu wissen.

 

 

 

Freitag, 19. Juni 2009

 

 

 

Exotische Schönheit auf der Engelstrompete

 

 

 

Vor ein paar Wochen einmal mußte ich unverhofft halten, weil eine große Raupe vor mir recht schnell die Straße überquert hat. Aber das stimmt nicht ganz, genau genommen fuhr ich erst vorbei, über sie hinweg, hielt dann aber und drehte erstaunt bei. Währenddessen kamen noch einige andere Autos angesaust. Jedes Mal dachte ich, das überlebt sie jetzt nicht, jetzt ist sie platt, aber wie durch ein Wunder blieb die riesige Raupe jedesmal heil. Wie blind kroch sie in einem ungewöhnlich schnellen Tempo ganz zielstrebig über den Asphalt und ließ sich von den Autos, die knapp an ihr vorbei oder über ihr hinweg brausten, in keinster Weise beirren.
Die Raupe war etwa zehn Zentimeter lang und der Länge nach braunorange gestreift. Ich habe noch nie so eine große Raupe gesehen. Sie war dick und fleischig. Ihr rosafarbener Bauch schimmerte. Ihr Gesicht eher klein. Sie war begierig darauf ein mir unbekanntes Ziel auf der anderen Straßenseite zu erreichen. Ich nehme einmal an, sie wollte dort etwas fressen, roch vielleicht den verlockenden Duft einer Blume oder den eines Strauches oder eines Baumes. Ich nahm sie hoch und setzte sie im Straßengraben ab. Sie war ganz drall und weich, so weich, so daß ich von ihrer Berührung regelrecht erschrak.
Nur zu gerne wüßte ich, was aus ihr werden wird.

 

 

 

Samstag, 20. Juni 2009

 

 

 

Ein Traumbild von goldenen Rosen und zwei kleinen goldenen Händen in der Schwärze. Es schien, als wären die goldenen Rosen herabgekommen. Oder als hätten die goldenen Hände sie aus dem Nichts heraus geformt.

 

 

 

Aus unbekanntem Grund ist eine zarte gelbe Blume emporgewachsen. Sie leuchtet.

 

 

 

Ich träumte noch, daß ich in einem Kaufhaus vor einem Regal mit Krügen aus Holz stand. Ganz oben war ein sehr schöner, bauchig geformter Krug aus Holz, den ich mir ausgesucht habe, mit dem ich liebäugelte und den ich gerne kaufen wollte.
Warum träumte ich das?, fragte ich mich.
Ich glaube, ich weiß warum.

 

 

 

Nun weiß ich vielleicht, was mit dem Widersacher in dem Traum von dem Adler und dem Stern gemeint ist. Ich machte mir schon Gedanken deswegen. Wollte die Stelle sogar schon weglassen. Der Widersacher, so kann man sagen, ist auch das Ego des Menschen. -
Mich hat der Text angesprochen.
Heute früh sprang mir eine Filmkritik aus der Zeitung ins Auge. Die Überschrift lautete In den Fängen des Lebens und darunter prangte ein großes Farbfoto von einem zwölfjährigen Mongolenjungen, der einen großen Adler auf seiner rechten Hand hielt. Der Film selbst hieß Mit der Stimme des Adlers und handelt vom Erwachsenwerden eben dieses Jungen.

 

 

 

Abends fuhr ich mit dem Fahrrad zum Waldrand. Es duftete nach Heu, dann war wieder der eher fleischige Geruch nach Brennessel, Immergrün und Holunder. In jedem Baum hat ein Vogel gesungen. Und in den hohen Büschen rechts und links des Weges. Den Gesang des Rotkehlchens kann ich jetzt schon gut unterscheiden. Ja, es ist ein eher melancholischer Gesang. Das sagte nämlich auch der Sprecher auf der Vogelstimmen-CD. Ein melancholischer Gesang. Ein Gesang von merkwürdiger und ergreifender Schönheit. Da ist unergründliche Tiefe und Reife, so als wüßte der kleine Vogel schon von dem, was Leben ausmacht. Was Leben bedeutet.
Da ist aber auch Freude.
Ich finde ihn fast noch schöner als den der Nachtigall.
Einmal ging ich ganz langsam, schob das Rad. Es ist dann so, als würde auch die Zeit langsamer verstreichen. Ich bin es so gewohnt alles möglichst schnell zu tun. Ich mußte mich richtiggehend bemühen, langsam zu gehen. Noch langsamer. Etwas in mir wollte immer wieder unterbrechen und möglichst rasch davoneilen.
Dableiben.
In dem Kurs neulich haben wir auch achtsames Gehen geübt.
Beim Weiher im Wald sah ich einen großen Vogel, eine Eule oder einen Uhu, durch die Bäume lautlos davonfliegen. Er flog, er glitt wie in Zeitlupe durch die Wipfel der hohen Stämme. Ein Funke Weiß der Federn seiner Schwingen blitzte.
Dunkelbraunschwarz.
Es dämmerte schon.
Neulich hörte ich nachts sogar durch das offene Fenster des Schlafzimmers eine Eule oder ein Käuzchen rufen. Ich erwachte davon. Das war am Pfingstsonntag gewesen.
Ein Geräusch, ein Pflatschen, im Wasser. Dann wieder Stille. Vogelrufen. Rascheln. Kreisbahnen zogen über das stille, braune und ganz undurchdringliche Wasser.
Die Luft war erstaunlich kühl. Sauste mit dem Fahrrad den Berg hinab.

 

 

 

Sonntag, 21. Juni 2009

 

 

 

 

 

 

Alles spiegelt sich darin -
in einem einzigen Tag.

 

 

 

Unter der Sonne wir drei

Wir waren zum Tag der offenen Türe im Tierheim. Wir sind über die Felder hin gewandert. Unterwegs überraschte uns aus heiterem Himmel ein Regenguß. Im Nu war der Weg naß und Blasen tanzten auf dem Wasser, während wir an einer Kreuzung unter den dichten Geäst einer Hecke Schutz suchend standen. Mein Neffe versehentlich in einem Ameisenhaufen. Die Luft war auf einmal herrlich frisch und meine Haare begannen sich von der Feuchtigkeit zu ringeln. Ein Fahrradfahrer fuhr grüßend vorbei. Dann war da eine Frau - ich dachte erst, sie wäre ein junges Mädchen - unter den Kirschbäumen, welche in zwei langen Reihen auf einer Wiese wuchsen. Die ersten Kirschen sind reif.
Einmal, erzählte er, als wir weitergingen, sei sein Bruder in dem Weizenacker da drüben plötzlich einem riesigen Hasen gegenüber gestanden. Und dieser Hase war mindestens einen Meter groß gewesen. Wenige Augenblicke später standen auch wir vor einem Hasen, aber unser Hase war leider tot und ich erschrak. Er lag am Wegrand, überfahren wahrscheinlich. Seine großen braunen und unschuldigen Augen wirkten blank und lebendig.
Wir kamen an Koppeln mit Pferden vorbei. In einer war auch ein junges Kalb mit seiner Mutter. Es sprang voller Übermut lebensfroh auf und ab, tollte herum, um dann wieder sanft an die Beine der Mutter zu stoßen und mit ihr zu schmusen.
Im Tierheim habe ich mich in einem Barsoi, einem russischen Windhund, verliebt, der ausgesetzt worden war. Er stand todtraurig hinter dem Gitter. Sein Fell spiegelte seinen seelischen Zustand wieder. -
Es ist erschreckend, wie wenige Hersteller von Körperpflegeprodukten und Kosmetika eigentlich den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes entsprechen und auf Tierversuche verzichten.
Das ist etwas, was ich auch oft vergesse, aus dem Bereich meiner Wahrnehmung verdränge, irgendwie nach hinten schiebe, so als sei es nicht existent.
Die Positivliste der Hersteller ist kurz und die Negativliste erschreckend lang.

“Schau einmal, wie ungewöhnlich die Blütenblätter dieser Blume geformt sind!”
Ein Feld mit Getreide, Kamillen, Margariten, Kornblumen und Mohnblumen.

 

 

 

Abends hatte ich juckende, gerötete Stellen an den Gelenken. Und die Fußsohlen fühlten sich beim Gehen an als hätten sie Beulen, obwohl sie aussahen wie immer.

 

 

 

Montag, 22. Juni 2009

 

 

 

Im Garten meiner Schwester: Die Eule ist etwas scheu und versteckt sich hinter dem Lavendel.

 

 

 

Eigentlich wäre das heut die letzte Meditationsstunde gewesen. Danach saßen wir noch eine Weile weiter im Kreis auf dem Boden des Zimmers. In der Mitte brannte eine Kerze. Es hatte niemand das Bedürfnis zu sprechen, aufzustehen oder zu gehen. So saßen wir schweigend und auf eine Weise ziemlich froh und erfüllt zusammen.
Es ist wirklich erstaunlich.
Hinterher fühle ich mich zufrieden, geht es mir stets gut, auch wenn das nach der Arbeit in die Stadt fahren und sich in den leeren Raum setzten manchmal Überwindung kostet. So als wäre das zuwenig, als müsse da doch lieber etwas Anderes, etwas Aktives, Tolles, Aufregendes kommen.
Außerdem male ich ja noch gerne.
Wir werden uns jetzt doch noch drei Mal treffen, nämlich in der Salzgrotte, haben wir besprochen. Dort herrscht Meeresklima.
Und noch etwas, der Film Der Weiße Weg kommt am 12. Juli in Bamberg im Lichtspiel zur Aufführung. Das erwähnte die Kursleiterin. Was für eine Überraschung!

 

 

 

Dienstag, 23. Juni 2009

 

 

 

Am Rand der Meere in ein anderes Zimmer gehen -
einen kleinen Sprung tun.

 

 

 

Heute Nacht hörte ich eine Nachtigall. Es muß eine Nachtigall gewesen sein.

 

 

 

Mittwoch, 24. Juni 2009

 

 

 

Ein Bild während der Atemübung, daß ich auf dem Asphalt eine kleine Kugel aus Bergkristall fand. Sie leuchtete vor Licht und ich hob sie auf.

 

 

 

Ich möchte nicht die Gefühle von anderen übernehmen.

 

 

 

 

 

Donnerstag, 25. Juni 2009

 

 

 

Die Große Sehnsucht.

 

 

 

Heute, in den frühen Morgenstunden, rief ein Kuckuck.

 

 

 

Königin der Nacht

 

 

 

Freitag, 26. Juni 2009

 

 

 

Sie fragte, ob ich mich darauf freuen würde, und ich antwortete mit einem: “Nein!”. Was ist nur mit mir los?

 

 

 

Wolkengeist

 

 

 

Der Kuckuck rief wieder.
Magenschmerzen.
Über einen Link, ganz unerwartet, stieß auf ein Buch von Ann Faraday. Genauer gesagt war es so: Ein Link wies den Weg zu einem Buch von Ann Faraday.
Es heißt: Deine Träume - Schlüssel zur Selbsterkenntnis. Das Umschlagbild zeigt ein weites blaues Meer, davor, am Ufer auf dem weißen Sand, ist eine weiße Türe, welche zum Meer hin offen steht.

 

 

 

Samstag, 27. Juni 2009

 

 

 

Siebenstern

 

 

 

Ich brach um sechs Uhr auf. Es regnete leicht. Als ich aus dem Dorf fuhr stand plötzlich ein Regenbogen am weißen Wolkenhimmel. Ein senkrechter Regenbogen, wie eine Linie. Es schien, als würde ich jeden Moment in ihn hineinfahren.
Die kleine graugetigerte Katze hat mir heute morgen das erste Mal eine Maus gebracht. Die kleine Maus war noch ganz warm und lag, zusammen mit einem Kleeblatt, plötzlich, wie aus dem Nichts, mitten auf dem weißen Duschvorleger.
“Ein schöner Platz zum Beobachten von Menschen... ”, sagte er. In demselben Moment sah ich eine Frau mit einem großen und oval geformten Spiegel zwischen den vielen Menschen gehen. Es war ein altmodischer Spiegel mit einem verschnörkelten Rahmen. So ein Spiegel, wie man ihn sich vielleicht über das Bett hängt. Sie trug ihn vor sich her, hielt ihn genau vor ihrem Bauch, so daß man sich, sofern man es wollte und hineinblickte, darin sehen konnte.
Das war ein seltsames, surreal anmutendes Bild, wie die Frau so durch die dahineilenden Menschen schritt.
Auf dem Weg zum Rietberg Museum mit den Bildern von Luo Ping sind wir, wegen des Flohmarktes, aus der S-Bahn gesprungen. Ich fand einen großen und sehr schönen Kerzenleuchter aus Messing, der unglaublich günstig war. Und bekam noch einen zierlichen Kerzenhalter für zwei Kerzen und mit einem Spiegel in der Mitte geschenkt.
Plötzlich ein Wolkenbruch. Der Regen durchnäßte die auf Decken und Folien auf der Straße ausgelegten Waren im Nu. Die bunten Zeitungen von vor zwanzig Jahren. Die Second-Händ-Bücher. Stoffe und Tücher. Die Kleider, welche zur Ansicht ausgebreitet auf dem Boden lagen. Hüte. Lampenschirme. Ketten. Plastikdosen. Krimskrams. Alles schwamm mit dem Regen davon. Wir haben Zuflucht in einem kleinen Zelt von zwei älteren, ausländischen Männern gefunden, welche gebrauchte Musikinstrumente verkauft haben. Klarinetten, Geigen, Gitarren, Mandolinen hingen oder standen oder lagen in einem wirren Durcheinander heimelig um uns herum. Auf einmal schienen alle Menschen viel näher als sonst, ohne Distanz. Der Mann redete die ganze Zeit, sagte stets etwas, aber ich verstand es nicht. Sein Gesicht war voller Leberflecke und seine braunen Augen schwammen leuchtend lächelnd inmitten von Wasser. Eine andere Frau, sie war ganz klein, eng neben mir.
Im Eingangsbereich des Museums befindet sich ein Buchladen mit vielen interessanten Bänden. Schon beim letzten Besuch konnte ich mich von dort kaum losreißen. Eines hieß, er hielt es gerade aufgeschlagen: Die Perlenkette dem Geliebten. Es ist von Rasika Haravali. Ein Vers, der mich wegen eines gelösten Knotens faszinierte, lautet folgendermaßen:

Im Ohr die Zunge bewegt, erzeugt ihr Zittern,
Gedanke an Blitz, spiel mit dem Busen:
Handbewegung ihr Herz erregt spürbar,
der Knoten gelöst war ihr, als erfahre sie (jetzt) die Erlösung.

6. Lied, Gedicht 16 aus: Die Perlenkette dem Geliebten (Upendra Bhanja)

Man kann das Gedicht auf verschiedene Arten verstehen, nicht nur auf die erst offensichtlich erotische, finde ich.
So viel Wesenhaftes in den Bildern von Luo Ping.
Vom Untergeschoß aus, in dem sich die Ausstellung befand, führte eine Treppe und auch ein Aufzug nach oben. Es war ein riesiger Aufzug, ein Frachtenaufzug. Erst wollte ich gar nicht damit fahren, sondern lieber die Treppe benutzen. Ich stand schon davor. Ging dann aber doch mit zur Türe. Jetzt wollte mein Begleiter nicht mehr. Ich drückte aber den Knopf und die beiden Türflügel verschwanden auf wunderbare Weise rechts und links in der Wand. Gleichzeitig öffnete sich die Türe gegenüber und zwei Frauen betraten gleichzeitig mit uns den Aufzug. Sie standen im einen und wir im andern Eck. Ich musterte sie kurz, dachte noch, daß die eine Frau einen ganz ähnlichen Kleidungsstil hat wie eine Freundin. Dann war ich wieder im Gedanken und sah auf den Boden, oder besser gesagt, nirgendwohin. Und plötzlich hörte ich schon freudiges Rufen! Sie war es tatsächlich! Und sie erzählte, daß sie gerade, in dem Moment, als sie in den Aufzug getreten war, von einer gemeinsamen Freundin, nämlich von A, gesprochen haben.
Wir gingen zusammen in das Kaffee um uns zu unterhalten.
Später, auf den Weg durch den parkähnlichen Museumsgarten zur Straßenbahn, deutete er auf bunte Kügelchen aus gepreßter Watte auf dem Kiesweg. Hob ein Blatt vom Ginkobaum auf. Ich erzählte von der kleinen, leuchtenden Kugel, welche bei der Atemübung auf dem Asphalt einer imaginären Straße gelegen war und genau in dem Augenblick lag so eine kleine bunte Wattekugel direkt vor meinen Füßen. Sie war lindgrün. Es waren solche bunten Kugeln, wie man sie zum Beispiel zur Dekoration an Fasching verwendet.
Später fand ich noch eine schöne Feder. Sie lag wieder genau vor mir, so, als hätte sie mich gesucht. Schenkte sie ihm. Das Lokal des Freundes war wegen einer Hochzeitsfeier geschlossen. Vor lauter Schrecken hat er dann die Feder in seinen Geldbeutel getan.

 

 

 

Sonntag, 28. Juni 2009

 

 

 

Ein Alptraum. - Und ich träumte von einem Kohlefeuer, das inmitten einer weiten Wüstenebene brannte. Es war ein Feuer aus Kohlebriketts. Ein Mann saß einsam davor, ihm gegenüber, auf der anderen Seite des Feuers, da stand ein leerer Stuhl.

 

 

Träume in letzter Zeit oft von leeren Stühlen.

 

 

 

“Ich kann mich glücklich schätzen jedesmal traurig sein zu dürfen, wenn du gehst.”

 

 

 

Wir hatten noch die beiden Fenster der Balkontüren geputzt. Als ich zum Auto ging sah ich stolz hinauf, um das Werk noch einmal zu begutachten und verdrehte meinen Kopf dafür nach links oben. In dem selben Augenblick hörte ich es unter meinem rechten Fuß knacken. Es war eine kleine Schnecke gewesen. Und ich bin ausgerechnet auf sie getreten. Auf der ganzen weiten Straße. -
Auf der Heimfahrt war es heiß und schwül. Müde und unsicher. Im Wald eine tote Blindschleiche am Straßenrand. Ein toter Fuchs. Viele tote Igel.

 

 

 

Jedesmal beim Heimfahren merke ich, wie sehr ich die Gegend hier mag. Wie sehr ich mit ihr verwurzelt bin. Mehr, als mir bewußt ist. Gerade dadurch, daß ich momentan so oft unterwegs bin.

 

 

 

Montag, 29. Juni 2009

 

 

 

“Es schneit, wir haben keine Zeit”, sagte jemand im Traum zu mir und drehte sich weg....
Ich träumte noch, daß ich mit demjenigen eine schmale Holztreppe hinauf zu einer Galerie stieg. Er ging voran, stand schon oben auf der Galerie und verließ durch eine zweiflügelige, weiße Stahltüre rechts, welche sich nur sehr schwer öffnen ließ und von alleine hinter einem zufiel, den Raum. Er trug auch den schweren Rucksack. Ich habe große Angst, daß er mich alleine läßt, da ich diese dicke Metalltüre nur sehr schwer wieder werde öffnen können, wenn sie hinter ihm zugefallen ist.

 

 

 

Ingrid schrieb mir:
“...a beautiful summer late afternoon,
I am working on the Portrait of DANTE
...listening to classical music,
my atelier is filled with love, joy, gratefulness and pure happiness.
I am finally doing what I wanted to do since I was a little girl... paint.”

 

Sie schrieb mir aus Californien.

 

 

 

Tau

Bin auf eine Passage in einem Buch gestoßen und habe deswegen geweint, den ganzen Abend.
Das Dumme an den Tränen ist, daß sie manchmal regelrecht lähmen.
Die Schwalben zwitschern bis spät in die Nacht. Ich kann sie vom Bett aus durch das geöffnete Fenster hören. Die Frösche quaken.
Und der Kuckuck rief wieder.

 

 

 

Dienstag, 30. Juni 2009

 

 

 

Träumte, daß ich eine Außenteppe an einer Pyramide hinauf steige. Oben war das Göttliche Kind.

 

 

 

Ein kleiner gelber Vogel stand links am Straßenrand! Sein Gefieder war von einem ganz zarten, von einem ganz hellen Gelb. Noch nie habe ich so einen Vogel gesehen. Es war genau an der Stelle, an welcher einmal ein kleiner Vogel überfahren worden war und sein Partner fassungslos und aufgeregt immer wieder zu dem toten Vöglein hingeflogen ist.
Am Abend Meditationskurs.
Auf den Weg zu der Salzgrotte fand ich wieder eine schöne Feder genau vor mir auf dem Gehsteig liegen.
Es war diesmal eine geführte Meditation. Wir stellten uns goldenes Licht vor, das durch unser drittes Auge in uns hinein strahlte. Die so wichtigen Drüsen im Gehirn in goldenes Licht tauchte, dann die Schilddrüse, die Thymusdrüse, die Nieren. Die Bauchspeicheldrüse. Die Gebärmutter.
Es war plötzlich ein inneres Bild von einem großen Blumenstrauß in einer hohen, rechteckig geformten, silbernen Vase. Es war ein üppiger Feldblumenstrauß mit unzähligen kleinen gelben und weißen Blümchen.
Im Laufe der Meditation stellten wir uns auch ein Seeufer oder ein Meeresufer vor. Wir versetzten uns dort hin. 
Da war auch, an diesem Seeufer, auf einmal eine Erinnerung an eine Ganzheit. An einen Zustand von Einklang. Ein Geschmack davon. Eine Erinnerung an ein Glück, daß ich lange vergessen habe. Ein Glück, ganz unabhängig von äußeren Dingen.
Es fällt mir schwer es zu beschreiben.
Jetzt, wieder daheim am Schreibtisch, kann ich mich an diese Ganzheit nur in Form von einem Sehnen erinnern.
Es gleicht manch glücklichen Zuständen aus der Kindheit.
Auf der Heimfahrt waren auch die Kornfelder, die tausend Ähren, die weiten Wiesen, in ein goldenes Licht getaucht. -
Denke oft über die Trennung nach. Über die letzten Jahre. Es ist schmerzlich.
Aber eigentlich muß ich ganz zurückgehen, bis zum Anfang.

 

 

 

 

 

 

Oft duften gerade die unscheinbarsten Rosensorten am intensivsten.

 

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