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Freitag, 1. Februar 2008

 

 

 

Im Traum schlug ich ein schmales Heft in A4 auf, eine Art Magazin, das in der Mitte zusammengeheftet ist. In dem Magazin habe ich Geld versteckt. Geldscheine. Immer wieder stoße ich auf Geld, wenn ich eine Seite aufschlage, darin blättere. Zwischen den ersten Seiten finde ich auch viele Collagenschnipsel, welche ich einmal dort hineingelegt habe.

Dann befand ich mich in einem unterirdischen Tunnelsystem, durch das wir gingen. Die verschiedenen Tunnel führten überall hin. Es gab Abzweigungen, Kreuzungen. Zum Beispiel bog jemand, ein Mann, an einer Kreuzung zum Tannenbaum, zum Weihnachtsbaum, ab. Ich wußte, daß hinter einer der Türen der Weihnachtsbaum war. Manchmal waren die Gänge schmal und aus grob behauenem Stein, ein andermal glichen sie Korridoren und weiße Türen gingen von ihnen ab. Einmal gelangten wir in eine Art Zimmer, es glich eher einer Höhle aus grauweißem Pappmaschee. In diesem Zimmer war eine Art Abtrennung, die einem Fenster glich. Doch ich wollte zurück, denn ich hatte Sorge, mich ansonsten in diesen Gängen zu verlaufen. Auch hatte ich Bedenken, wenn ich weitergehen würden, den Weg zurück nicht mehr zu finden. Jemand war bei mir und ich teilte ihm meine Bedenken mit. Schließlich befinden wir uns wieder im Freien, auf einem Vorplatz, einer Wiese, genau vor der Strinseite einer kleinen Kapelle mit der Eingangstüre in der Mitte. Ich sitze links von der kleinen Kapelle an einer Art Absatz, einer Stufe, auf dem teilweise festgetrampelten Boden. Da ist etwas, da liegt etwas, es ist ein unregelmäßig geformtes Stück Holz, das von der Form her einem fast halbkugelförmigen Wurzelstück gleicht. Ich hebe es hoch und es ist sehr leicht. Es muß wohl ein besonderes Holz sein, da es so leicht ist, kaum Gewicht hat, vielleicht handelt es sich um ein tropisches Holz. Auch seine Farbe ist besonders, es ist haselnußbraun, und von der Struktur seiner Fasern ist es sehr dicht, viel dichter als die einheimischen Hölzer. Eigentlich sind es zwei Hälften. Auf einmal erkenne ich besondere Zeichen, Schnitzereien, darauf, welche keltisch anmuten. Da ist zum Beispiel auch eine Frauenfigur mit einem Heiligenschein, welche an Darstellungen in alten Bibeln erinnern. Es ist noch jemand da, und noch jemand.
Beim Aufwachen ein Bild mit gelbem Feuer.

 

 

 

Samstag, 2. Februar 2008

 

 

 

Neulich saß eine weiße Taube auf dem Gehsteig neben der Straße. Daunenfedern wirbelten über dem Asphalt, noch hundert Meter weiter im Rinnstein. Sie war angefahren worden und hielt ihren rechten Flügel seltsam abgespreizt. So saß sie da. Sah ich sie auf dem Gehsteig sitzen. Ich dachte: Nun ist ihr Leben höchstwahrscheinlich vorbei. Wahrscheinlich wird sie nie mehr über die Dächer fliegen können, gemeinsam mit ihren Brüdern und Schwestern. Es hatte so etwas Endgültiges, Aussichtsloses. Hatte den Impuls hinzueilen, der Taube zu helfen, wünschte mir, ich könnte sie heilen, tat es aber dann doch nicht, blieb am Schreibtisch sitzen. Einige Zeit später war sie verschwunden.
Zwischen den drallen Knospen hängen noch die vertrockneten und verschrumpelten Früchte vom letzten Jahr an den Zweigen des Kirschbaumes.
Ich erinnerte mich, während ich im kalten Wind unter seinen weit ausladenden Ästen stand, an unseren Vogel Pauli, den Nymphensittich. Er liebte es an den Knospen zu knabbert und freute sich jedesmal, wenn wir ihm frische Zweige in seinen Käfig taten.
Yoda der Kater sprang um meine Beine, während ich zum Bach ging. Fotografierte das Wasser.
Heute ist Lichtmeß. Es heißt, daß ungefähr ab dieser Zeit die Vögel wieder am Morgen zu singen beginnen.
Schneeflocken tanzen im eisigen Wind.
Die Sonne, wie sie untergeht, hinter dem dunklen Hausdach verschwindet, zerfließt, ein hell gleißend breiter Tropfen von Licht.

 

 

 

Das Gesicht meines Freundes lächelt mir von Wahlplakaten entgegen. Er hat sich als Bürgermeisterkandidat aufstellen lassen.
Wir reden momentan zu wenig miteinander, sehen uns kaum. Es ist so, als wäre er ein anderer und ich andere. Ganz fremd. Weit voneinander entfernt.

 

 

 

Wir waren auf einer Geburtstagsfeier eingeladen und ich habe sogar getanzt.

 

 

 

Sonntag, 3. Februar 2008

 

 

 

Ein Bild von Johannes dem Täufer. Sah sein bärtiges Haupt auf einem grünen oder roten Teller liegen.

 

 

 

Was bedeutet Seele, und was Geist, was hat der Engel damit gemeint? Fragte ich mich.

 

 

 

Heute morgen glitzerte alles. Der Garten. Eiskristalle, wachsend.

 

 

 

Den Katzen geht es gut. Manchmal schlafen sie jetzt sogar schon zusammen auf dem Sofa, zwar noch in einem gewissen Abstand, die kleine Katze - die zugenommen hat und ganz mollig geworden ist - auf der Lehne, und der Kater unten, aber immerhin.

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 5. Februar 2008

 

 

 

Der Kursleiter sagte im Traum:
Atem: Wir zählen jetzt Zeit.

 

 

 

 

 

 

Es endet nicht mit “meiner” sondern mit “unser”. So lautet es richtig.
Deshalb habe ich auch das Gefühl, es ist nicht nur für mich.
Bitte laß mich stets daran denken. Fest sein. Bitte laß es mich nicht vergessen. Daß ich es halte.

 

 

 

Donnerstag, 7. Februar 2008

 

 

 

Ich vergaß die silberne Armbanduhr, die er mir dort, auf dem Fest, geschenkt hat. Vergaß sie auf dem Tisch... Ich habe sie nicht mitgenommen, nun erst fällt es mir ein, daß ich sie einfach liegen ließ. Ein Traum.

 

 

 

Blick aus dem Fenster des Schlafzimmers

Zwischen den roten Knospen springen die Meisen in den Zweigen, scheu kennen sie nicht. Der Kater kauert im Gegenlicht. Und ich, ich beobachte die Wasserratte, welche gerade langsam im vom starken Regen braungefärbtem Wasser des Baches an sein Ufer schwimmt. Die Bisamratte, sie lebt schon viele Jahre hier, sie wohnt in dem Garten, und ich mag sie sehr. Bei den drei Birken und der Weide ist ihr Revier.

 

 

 

Freitag, 8. Februar 2008

 

 

 

Haus der Oma und die alte Schmiede.

 

 

 

 

 

 

Samstag, 9. Februar 2008

 

 

 

Sonnenhügel

wachsen
an deine Stirne,
bis an dein Land.

Deine Stirne ist ein offenes Tor.
Deine Stirne gleicht einem Haus am Meer.
Deine Stirne ist wie Morgensonne,
ist wie der flutende Bach,
lichtwogende Sterne festgemacht am Schleier der Nacht.

Deine Stirne atmet.
Deine Stirne ist der Wind,
er treibt unergründlich die Schiffe mit den weißen Segeln wohin er will.
Deine Stirne ist hennarot gefärbt,
sie ist loderndes Feuer und
nichtschlafender Stern.
Sie ist Ackerland,
in ihr ist das Leben eingebrannt.
Deine Stirne ist ein Kornblumenfeld.

Das ist das grüne Zeichen.

 

 

In meinem Glas,

das halbvoll ist,
sind:
bunte Fischschwärme und Flamingos, die fliegen.

 

 

 

Seit heute morgen wölbt sich die Ahnung eines Regenbogens über das Haus. Obwohl der Himmel mit Wolken bedeckt ist, wölbt er sich hoch hinauf. Obwohl es nicht regnet. Sein eines Ende ist auf der anderen Seite der Straße im Sonnenblumenfeld. Und obwohl die Sonnenblumen, mittlerweile, ganz braun und vertrocknet sind, denn wir haben ja Februar, trotzdem erhebt sich.

 

 

 

 

 

 

für sie zum Geburtstag

 

 

 

Sonntag, 10. Februar 2008

 

 

 

Traumbilder

Ein langer, schmaler Collagenschnipsel, zurechtgerissen, wie sie sich so zahlreich auf meinem Schreibtisch türmen, mit Grün darauf. Mit grünem Blattwerk. Mein Blick gleitet den Schnipsel nach unten, auf einmal ist da Klee darauf abgebildet. Grüner Klee im Sonnenlicht. Da war ich froh.

Eine Bildsequenz: Ein Fuß in einem schmalen Turnschuh. Der Turnschuh ist aus grünem Leder mit schwarzen Streifen und hat erstaunlicherweise einen hohen Absatz. Er wird zu einem flachen Sportschuh mit Rollen daran. Dann ist der Fuß nackt, ohne einem Schuh. Die Zehen sind eigentümlich lang und von ihrer Form her recht ungewöhnlich. Vielleicht haben sie Schaden am falschen, zu engen Schuhwerk genommen. Die Zehen sind lackiert. Schwarz. Nicht schwarz, vielleicht dunkelrot. Nur das Bild ist jetzt blauschwarzweiß. Beginnend mit den Zehen taucht der Fuß jetzt langsam in eine stilles Wasser ein.
Ich glaube, es war mein Fuß.

In Essen. Ein Ort, an dem ein deutscher Musiker auftritt und spielt. Da ist wie eine schachtartige Vertiefung in die Erde hinein, eine Art breite Schneise, welche rechts und links mit Betonmauern eingefaßt ist. Diese mit Betonmauern eingefaßte Schneise ist für Aufführungen gedacht. Zwei in lange graue Mäntel verhüllte Gestalten gehen dort auf der rechten Seite nach vorne in Richtung Bühne. Der Mantel des einen hat auch einen Persianerkragen. Überall Sonne. Sonne leuchtete in die breite Schneise hinein, welche eigentlich nicht besonders tief war. Allerdings wirkte sie durch die Betonmauern auch nicht besonders freundlich. Doch das Licht, das Gegenlicht, war so hell, gelb strahlte es. Nur noch diese Sonne. Es sah so aus, als wären diese beiden Gestalten in ihren langen grauen Mänteln vollkommen in das gelborange Licht gehüllt, gleich einem Nebel. Einem Lichtnebel. Vielleicht tritt der Musiker dort in diesem Schacht auf, da er auf diese Weise so sehr von dem Sonnenlicht beschienen wird.

Drei Bücher. Eines liegt rechts oben in der Mitte. Es ist ein Taschenbuch und hat einen weißen Einband mit einem großen blauen Bild darauf. Mit dem Meer. Der Titel des Buches heißt: Die ver... Reise.

In unserem Dachboden, der ganz leer ist. Sonne scheint durch die beiden Ostfenster. Nahm drei Bücher mit hinauf. Bücher mit Zeichen. Eines der Zeichen ist mir im Gedächtnis geblieben. Es waren drei schwungvoll hingemalte Punkte. Mit schwarzer Tusche. Das Zeichen war stark von der Sonne beleuchtet, die Sonne leuchtete gerade mitten darauf. Schütze.

Noch ein Traumbild: Mein Vater läßt Yoda, den rothaarigen Kater, in meine Wohnung. Der Kater hat vor der Eingangstüre gewartet und mein Vater ist zufällig vorbeigekommen, hat ihn gesehen, die Türe geöffnet, und ihn hereingelassen. Der Kater läuft vor mir her in Richtung Eßzimmer. Da sehe ich, daß er auf einmal keinen Schwanz mehr hat, er seinen Schwanz verloren hat! Und am Hintern, das sah sehr komisch aus, wie, als wäre dort ein Baumstamm, ein dicker Ast durchgesägt worden. Als ginge durch den Rumpf des Katers in Wahrheit ein dicker Ast, der aber hinten am Schwanz durchgesägt worden ist. Ich hob ihn entsetzt hoch und trug ihn hinunter ins Büro, setzte ihn auf den Bürotisch ab, um die Tierärztin anzurufen. Vielleicht kann ich noch etwas retten. Wie hat er nur seinen Schwanz verloren? Genau wie der kleine graugetigerte Kater! Was war das für ein Unfall? War vollkommen entsetzt und suche nach dem Telefonbuch, um die Nummer der Tierärztin zu wählen. Jetzt muß ich sie heute, am Sonntagmorgen, anrufen und stören. Der Kater sitzt vor mir auf dem Schreibtisch auf seine Hinterpfoten. Hat mein Vater denn nicht die schreckliche Verletzung bemerkt, warum hat er nichts gesagt! Auf einmal ist das komplette Fell der hinteren Hälfte des Rumpfes des Katers verschwunden, so daß man sieht, aus was der Kater besteht. Anstatt aus rotem Fleisch besteht er aus dunkelbraunem, krümeligen Humus, aus Erdboden, welcher mit feinen, rosafarbenen Adern durchzogen ist, die mich an Regenwürmer erinnerten. Das Entsetzliche war, daß ich es im Traum vorausgeträumt hatte, während ich noch schlafend in meinem Bett lag.

Nun ahne ich, was dieses Traumgesicht vielleicht bedeuten mag, mit was es im Zusammenhang stehen könnte. Es hat vielleicht auch etwas mit meinem Geburtstagsgeschenk für meine Mutter zu tun. Mit dem Zeitungsausschnitt, mit dem ich das Geschenk eingepackt habe und auch mit seinem Inhalt. Genauer gesagt mit dem, was darauf abgebildet ist, denn Yoda ist ja auch so rot, ein Roter. Ich nahm aus Spaß die Seite mit dem Artikel, weil Yoda meiner Mutter am Anfang, als ich ihn bekommen habe, eigentlich nicht so gut gefallen hat, weil er eben rothaarig ist, sie ihn aber mittlerweile doch sehr lieb hat. Und Yoda ist kastriert. Das ist im Zusammenhang mit dem Traumbild, glaube ich, auch wichtig. Und wegen des Inhaltes des Päckchens, also des Geschenkes. Wegen des Buches, daß ich ihr schenkte: Manifest der Liebe.
Das ist wichtig. Die Widmung. Und ich blätterte gestern in dem Gedichtband Averno von Louise Glück. Ich las ein paar Zeilen. Ich las:

Man fragt sich:
warum ist der Körper der Mutter sicher?
Die Antwort lautet,
das ist die falsche Frage, da
der Körper der Tochter
nicht existiert, außer
als Zweig des Körpers der Mutter,
der wiederangebracht werden
muß, um jeden Preis.

(Louise Glück: Averno)

Noch ein Bild: Darin war ich eine schwarze Stute auf einer weiten Koppel. Ein wunderschöner schwarzer Hengst war bei mir, ein großes, edles Tier. Doch da öffnete sich das Tor zur Koppel noch einmal. Man ließ noch einen schwarzen Hengst herein. Brachte ihn in die Koppel. Die Menschen ließen ihn herein. Noch einen edlen Rappen, der mit wehender Mähne und stolz aufgestelltem Schweif voller Schönheit und Leben herein trabte. Er war ganz er selbst. Wir werden die Nacht über auf der Koppel alleine gelassen, denn ich soll ein Fohlen gebären und das Schicksal soll entscheiden, wer der Vater wird.

 

 

 

Draußen singen die Vögel. Frühlingsvögel. Singt der erste Februar.

 

 

 

Milch

Zartsinn bewegt deine Glieder, hebt den blütenschweren Korb, den Vogel aus der Wiege.
Zahm sind alle deine Tiere. Das erkenne ich an ihren Augenaufschlag, sagt die alte Frau.

 

 

 

Schatten spiel.

 

 

 

Am Abend, nachdem ich mich vom Computer gelöst hatte, sah ich einen Film über das Licht, das Sonnenlicht, über den Regenbogen und über die Entstehung der Farben. Über die Farben im Tier- und Pflanzenreich, Chamäleons sind wundervolle Tiere, und über den roten Blutfarbstoff, der besonders ist. Denn er trägt das Leben. Ich stellte fest, als ich zufällig auf den DVD-Rekorder neben dem Fernsehapparat sah, daß ich das Cover einer DVD, welche dort oben darauf lag, kannte, es mir seltsam bekannt vorkam, weil ich es erst vor kurzem woanders gesehen habe. ANTWORT ANKUNFT AUSKUNFT ZUKUNFT eins ein ein. Es ist die Oper Satyagraha von Philip Glass. Ich habe sie mir irgendwann einmal bestellt, ohne zu wissen, was das überhaupt ist, die DVD aber noch nie angesehen. Heute das erste Mal ein bißchen.

 

 

 

Montag, 11. Februar 2008

 

 

 

Um deinethalben verbarg ich vier Sommerzwiebeln in einer Falte meines Kleides aus schwerem Flanell. Verbarg sie vor den Blicken des Herbstes und des Winters.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teich mit weißen Seerosen, welche an den Spitzen ihrer Blütenblätter blutrot gemasert sind. Die ewigen Blumen.
Der rote Faden.

 

 

 

Dienstag, 12. Februar 2008

 

 

 

Heute morgen war eine Email von einem Bekannten mit folgendem Betreff ganz überraschend in meinem Postfach: Danke für Deine wunderschöne Seerose.
Ich starrte auf die Worte und dachte erst, daß ich mich verlesen haben muß, daß es das ja überhaupt gar nicht gibt, denn er wußte ja nicht, an was ich gestern den ganzen Abend gedacht habe. Ich habe mir nämlich Gedanken darüber gemacht, ob ich das zu der Collage schreiben “darf”, da diese Collage für mich etwas Besonderes darstellt und bedeutet. Überlegt habe und überlegt habe.
Nun erhielt ich sozusagen eine prompte Antwort auf meine Frage, auf meine Zweifel.
Er schrieb mir eigentlich deshalb, weil ich ihm zu Weihnachten auf seine Wünsche hin eine Fotografie einer Seerose von mir gesandt habe und sie ihm so gefiel, daß er sie immer wieder betrachtet hat. Seltsam sind die Zufälle manchmal.
Er fragte mich auch: Wie ist dein Leben in den letzten zehn Jahren verlaufen? Das frage ich mich jetzt selbst.

 

 

 

Mittwoch, 13. Februar 2008

 

 

 

Am frühen Morgen ein Traumbild von einem wunderschönen blauen Schmetterling, der sich auf dem gewaltigen Stamm eines großen Baumes niedergelassen hat. Links unten, knapp über dem Erdboden, auf einem mächtigen Wurzelast. Es war ein Morpho Peleides, ein Himmelsfalter.

 

 

 

Samstag, 16. Februar 2008

 

 

 

Ein Herz -
Morgengruß

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 17. Februar 2008

 

 

 

Träumte von einem Bärenfell, das an der Wand hängt, wie an einem Nagel. Eine Trophäe? Ein Fellkleid, das man sich vielleicht anziehen, das man sich umhängen kann. Es muß ein riesiger Bär gewesen sein. Mit einem langen, braunen Fell, manche Haare waren auch schon grau. Es muß ein Bär mit mächtigen Schultern, mächtigen Armen, gewesen sein. Ich berührte das Fell und war sehr traurig, denn ich fragte mich, was dieses Traumbild wohl bedeuten mag und ob der Bär nun tot ist.
Das untere Stück fehlte irgendwie.

 

 

 

 

 

 

Der Rosmarin blüht. Der Stock ist über und über mit zarten, hellblauen Blüten bedeckt, obwohl ich ihn schon jahrelang nicht mehr umgetopft habe. Er steht im Treppenhaus, vor der Eingangstüre, in der Morgensonne. Jetzt war ich krank gewesen, ich hatte eine Grippe. Habe abgenommen.

 

 

 

Sah einen schönen Film über die Insel Rügen. Mit dem Meer und den Buchenwäldern und Kornfeldern und vielen Tieren. Eine Margaretenblüte spiegelte sich vollkommen in einem Tautropfen, welcher in der immer stärker werdenden Morgensonne mehr und mehr dahinschmolz, kleiner und kleiner wurde und schließlich, zusammen mit dem Spiegelbild der Blüte, ganz und gar verschwunden war.
Nur noch der Grashalm, auf dem der Tautropfen einst gleich einer großen schimmernden Zauberkugel oder einer großen klaren Perle voller Spannung ausgebreitet lag - es sah sogar so aus, als sei die Margaretenblüte nicht außerhalb sondern in Wahrheit innerhalb eines Tropfens aus Glas, eines wunderbaren Spielzeugs, einer Zauberwelt, welche das kleine Kind am liebsten immer mit seinen beiden Händen festhalten möchte, als sei sie darin eingegossen -, fast, als wäre sein betörender Anblick und sein Dahinschwinden die Ausgeburt einer Phantasie oder eines Traumes der duftenden Sommerwiese gewesen.
Und der Himmel und die Sonnenstrahlen.

 

 

 

Montag, 18. Februar 2008

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 19. Februar 2008

 

 

 

Ein Traummotiv, das manchmal wiederkehrt, ist das des Theaters. Ich sehe eine Bühne, auf der etwas geschieht, oft wie in Zeitraffersequenz. Einmal stand rechts ein hoher Turm, ein hoher Turm wie aus Holzbalken zusammengebaut, eine Art Gerüst, auf dem stand jemand, der an einem langen Stecken einen großen Stern hochhielt. Gestern war da ein Tänzer, der ganz alleine auf der fast dunklen Bühne tanzte, er sprang unglaublich hoch, schwebte eigentlich mehr in der Luft als das er den Boden berührte. Er tanzte und tanzte. Er tanzte, als wolle er dadurch etwas zeigen, auf sich aufmerksam machen. Als wolle er mir zeigen, wie man tanzt und daß man beim Tanzen mitunter alles, sich selbst, vergessen kann. Sogar die Schwerkraft.

 

 

 

Mittwoch, 20. Februar 2008

 

 

 

 

 

 

Beim Tai Ji hatte ich heute das erste Mal keine kalten Hände mehr.

 

 

 

Donnerstag, 21. Februar 2008

 

 

 

Träumte, daß ich wieder in einer Blasmusikkapelle mitspielen werde. Dazu bin ich in einem bestimmten Ort in der Nähe der Stadt. Ich werde in der Blasmusikkapelle dieses Ortes spielen. Da ist ein Mann, der Kapellmeister, der Dirigent, mit dem ich mich gerade über das Nötige unterhalte. Ich kann sogar noch die Noten, die Griffe an meiner Klarinette, zum Beispiel das h. Sehe mich, wie ich es tue, das h greife. Rede mit dem Mann, bespreche alles.
(Als junges Mädchen habe ich einmal einige Jahre in der örtlichen Blasmusikkapelle mitgespielt. Ich wollte es unbedingt, es war ein Traum von mir Querflöte oder Klarinette in einer Kapelle zu spielen. Es wurde schließlich Klarinette. Allerdings war ich nie besonders musikalisch und tat mir eher schwer. Und zum Glück ging mein Spiel in der Masse der Instrumente auch unter. In dem Traum war alles Schwere und alles Nicht-Können vergessen.)

 

 

 

Samstag, 23. Februar 2008

 

 

 

 

 

 

Der Vogel weint. Frau Vogel weint. Sie weint, weil sie traurig ist. Weil sie nicht weiß, was Dankbarkeit ist. Weil sie nicht dankbar sein kann.
Wahre Dankbarkeit öffnet das Herz, sagt ihr leise jemand.
Deshalb die blauen Hände, welche sie vor ihr Gesicht geschlagen hat. Die blauen Hände sind wie weiches Wasser. Flutend. Lindernd. Sie schwemmen das Harte fort, tragen es zurück in die Erde, die es gütig aufnimmt. Zu reinigen vermag.
Es ist, weil ich über Dankbarkeit nachgedacht habe, mich das beschäftigt. Darüber, warum ich damit ein Problem habe, oft nichts empfinde, allenfalls automatisch reagiere. Warum das für mich so verquer und verdreht ist.
Öffnet das Herz. Weitet es. Umarmt.

 

 

 

Dieser Duft. Wenn die Sonnenstrahlen die Erde berühren, welche vom Winter noch so hart und verschlossen ist. An manchen Stellen feucht und modrig, wie zuviel des Guten, zuviel an Feuchte, zuviel an Regen, zuviel gegossen. Eine Ahnung von Frühling zwischen dem vertrockneten Schilf, den dürren Stengeln, dem ganzen Staub und dem Moder vom vergangenen Jahr. Den winzig kleinen ersten zartgrünen Trieben, noch zusammengerollt. Als würde er sich öffnen, der Erdboden, unter diesen weichen und wärmenden Strahlenhänden. Als würden die Sonnenstrahlen das Unmöglichste und das Unwahrscheinlichste, Wunder um Wunder, aus ihm heraus neu erwecken können. Und das ist nur zu wahr.

 

 

 

Seerosen und Himmel

 

 

 

Sah einen Tierfilm. Über die Tierwelt in den Regenwäldern auf unserer Erde. Da waren Schimpansen in Afrika, welche plötzlich, fast wie aus heiterem Himmel, ein anderes Rudel Schimpansen angegriffen haben. Ein Überraschungsangriff wegen der Feigen im anderen Revier, nahm der Sprecher an. Alle Tiere des Stammes beteiligten sich daran, die männlichen sowie die weiblichen Tiere. Vor allem schrieen sie sehr laut, rannten kreischend durch den Urwald, um die anderen zu überraschen und möglichst total einzuschüchtern. Männchen kreisten ein Weibchen ein. Schließlich fiel dem angreifenden Rudels ein kleines Schimpansenbaby des anderen, flüchtenden, Rudels zum Opfer und sie verzehrten dann gemeinsam das tote Tier. Jeder nahm einen Bissen von den blutigen Teilen.
Der Sprecher, er gebrauchte auch Worte wie “Teamverhalten” und “Erfolg”, weil sie im Team “Jagd machten”.
Das verstehe ich nicht. Ich verstehe nicht, warum die Schimpansen das tun, warum sie so ein seltsames Verhalten an den Tag legen. Was ist die Ursache davon? Ich würde es gerne verstehen.
Vielleicht bin ich nur naiv? Aber das glaube ich nicht. Ich glaube nicht, daß so ein Verhalten “normal” ist.

 

 

 

Sonntag, 24. Februar 2008

 

 

 

Schüssel mit Glas

 

 

 

Garten

 

 

 

Heute war ich von neun bis fast um zwei auf einen Qigong-Seminar, das unser Tai Ji-Lehrer veranstaltet hat. Wieder Zuhause war ich auf einmal unglaublich müde, richtig müde, so müde wie selten. Ich wußte gar nicht mehr, was mit mir los war. War, nachdem mein Freund und ich noch in der Spätnachmittagssonne spazierengegangen waren, zu nichts mehr fähig, außer dazuliegen. Vielleicht war es doch etwas viel für den Anfang, vor allem, weil ich ja erst krank gewesen war. Wir haben “stilles” Quigong praktiziert. Die Essenz, sagte er. Sagen die Meister. Leider war ich nicht ganz so gesammelt, wie ich es erhofft hatte. Zum Beispiel ertappte ich mich ab irgendeinem Zeitpunkt während einer Übung immer wieder bei dem Gedanken, was ich mir später zum Essen machen werde. Oder was ich schreiben werde und so weiter und so fort. Einmal sah ich vor meinem inneren Auge keinen feuerroten Energieball, sondern einen feuerroten Stern wie einen Seestern. Ein andermal Stiefmütterchen, einen Papierschnipsel in einer bestimmten Form mit Stiefmütterchen darauf. Sie bedeuteten irgendetwas. ... Wohl einen Mangel an Konzentration. Wir waren eine ganz kleine Gruppe, was sehr angenehm war. Nun tauche ich also in diese Welt ein. Eine bestimmte Stelle an der Wirbelsäule heißt zum Beispiel Mingmen, das bedeutet “Tor des Lebens”. Eine andere wiederum “Tor der Stummheit”. Eine Stelle etwas seitlich auf dem Schädel heißt Chengling “Die Seele empfangen”, eine andere in der Mitte “Hundert Zusammenkünfte” Baihui.

Dieses Wochenende wäre eigentlich auch der Yoga-Anfängerkurs gewesen, aber es hat dann doch niemand abgesagt. Ich schrieb der Lehrerin noch vor zwei Wochen und fragte, ob sie schon etwas sagen könne. Sie verneinte und schrieb weiter, daß sie das erst ganz kurzfristig weiß, z. B. wenn jemand krank werden würde. War ein wenig beschämt. Sie ist sehr nett. War die ganze letzte Woche aufgeregt deswegen. Vor allem, weil auf einmal gerade an diesem Samstag dann im Geschäft auch ein wichtiger Termin anstand.

Am Morgen träumte ich von einem schönen kleinen Stein. Er hatte eine besondere Form, hatte einen langgezogenen Zapfen. Er war türkisblau mit einer schwarzen Maserung. Dann von Holzfiguren, Figuren aus dunklem Holz, sie ähnelten Marionetten, waren aber ohne Kleidung, die irgendwie zerlegt waren. Dann von einer Uhr an der Zimmerdecke. Sie sah aus wie unsere alte Eßzimmeruhr, welche von ihrer Form her einer schwarzgoldenen Blüte glich, allerdings war sie nicht rund, sondern herzförmig. Eine Herzuhr. Und noch von einem kleinen Tier mit einem schwarzen Fell auf den Kieselsteinen der Terrasse. Es hatte einen Silberstreif auf seinem Rücken.

 

 

 

Montag, 25. Februar 2008

 

 

 

In dem Buch Der glücklichste Mensch von Idries Shah ist eine Geschichte, welche ich besonders mag, sie heißt Das Zauberpferd. Dann mag ich noch sehr gerne die Geschichten mit Chidr, dem Grünen. In dem Buch ist auch die Geschichte von der Dame Fatima und den Tieren. Sie handelt von einem kleinen Mädchen, das seine Eltern verlor und ganz alleine in einem Wald lebte. Da sie so alleine war wünschte sie sich vom Mirhab, daß es ihr die Kraft verleihe, mit den Tieren zu reden. Schließlich, nach langer Zeit, wurde ihr Wunsch erfüllt und sie konnte wirklich mit den Tieren sprechen. Sie ging zu den Tieren und sprach mit ihnen, wollte ihnen helfen, da sie ja mehr und anders sah als diese, doch die Tiere wollten ihre Hilfe nicht, denn sie konnten die Ratschläge des Mädchens weder glauben noch verstehen und jedes Tier machte sich nach einer Weile schnell aus dem Staub. Da traf sie endlich einen Menschen im Wald, einen Köhler, dem sie von ihren Erlebnissen mit den Tieren erzählte. Dieser sagte ihr: “Mach Dir keine Sorgen darüber, mein Kind, es gibt Dinge, die ein Mensch lernen muß und diese Dinge sind von zentraler Bedeutung für seine Zukunft.” “Dinge lernen muß?”, sagte Fatima. “Und was sollte ich wohl mit ihnen anfangen, wenn die Frage gestattet ist? Sie würden höchstwahrscheinlich nur meine Lebens- und Denkart verändern.” Und genau wie die Tiere ging sie fort und so endete die Begegnung mit dem Köhler. Weiter in der Geschichte heißt es, das Fatima, die Tochter Walias, noch dreißig Jahre brauchte, bevor sie überhaupt etwas lernte.
Das ist jetzt stark gekürzt und manche Feinheiten habe ich nicht erwähnt.
Manchmal meine ich, ich habe eine dieser vielschichtigen Geschichten verstanden, doch dann ist, wenn ich sie nach einigen Jahren wieder lese, da auf einmal irgend etwas, was ich noch gar nicht richtig bemerkt habe.

 

 

 

Dienstag, 26. Februar 2008

 

 

 

 

 

 

Ein rotierender Stern sinkt herab. Ein Augenstern, weil er nicht außerhalb sondern innerhalb des Auges schwimmt.

 

 

 

 

 

 

Das ist eine Zaubervase.
Heut Morgen träumte ich, daß mitten auf dem Dachgarten ein Rosenstock wächst. Obwohl der Boden auf dem Dachgarten gar nicht für Rosenstöcke geeignet ist, wächst plötzlich eine Rose mitten darin. Und obwohl es erst Februar ist, blüht sie schon. An dem Rosenstock blühen genau zwei wunderschöne Blüten, zwei vollständig entfaltete, rote Rosenblüten.

 

 

 

Mittwoch, 27. Februar 2008

 

 

 

Am vergangenen Sonntag, als wir uns früh um neun für das Qigong getroffen haben, erklangen aus dem kleinen, kapellenartigen Raum mit dem hohen gotischen Fenster aus blauem Glas, der nur durch einen schmalen, spitzbogigen Durchgang mit einem schweren Vorhang davor vom Übungsraum getrennt ist, wundervolle Choräle. Es waren ein Mann und vier Frauen, die da so wahrhaft himmlisch sangen, und schließlich mit Notenblättern in der Hand heraustraten, uns lächelnd einen schönen Sonntag wünschten, und gingen. Vielleicht treffen sie sich ja jeden Sonntagmorgen hier, dachte ich, einfach, weil sie so gerne singen, und betrachtete sie fasziniert.

 

 

 

Donnerstag, 28. Februar 2008

 

 

 

Ein Traum, wieder von Kleidern. Ich wache in meinem Bett im Schlafzimmer auf. Das Zimmer ist leicht abgedunkelt. Es ist früher Morgen. Ich will in die Schule gehen und ziehe mich eilig dafür an. Den sommerlichen Baumwollrock, der mir gerade bis zu den Knien reicht und leicht ausgestellt ist. Er ist blau und mit einem roten, ornamentalen und volkstümlich anmutenden Muster bedruckt. Dazu ein enganliegendes Stricktop mit Spaghettiträgern. Es ist aus einem leicht schimmernden, beigegoldenem Faden. Eine passende, hüfthohe Unterhose aus weißer Spitze. Und silberne Schläppchen mit je einer kleinen Schleife. So, nun fühle ich mich wohl und angezogen. Sehe mein Bild im Spiegel des Korridors, meinen Oberkörper. Meine Haut ist weiß und hat einen seidigen, warmgoldenen Schimmer. Aber in der Mitte, genau in der Mitte des tiefen Ausschnittes, auf dem Brustbein, da ist auf einmal ein sehr großes und schokoladenbraunes Muttermal in Form eines aufsteigenden Vogels, das vorher nicht da war! Es ist nicht genau in der Mitte, sondern vielleicht einen Zentimeter rechts davon.
(Heute war ich auf einem Ersthelfer-Lehrgang mit einer sehr engagierten und ehrenamtlichen Lehrerin. Nun habe ich endlich diesen Lehrgang besucht. Zum einen war es auch geschäftlich, zum anderen wollte ich ja den Erste-Hilfe-Kurs schon seit weit über einem Jahr auffrischen. Zufällig sprachen wir auch über diese Stelle, nämlich im Zusammenhang mit der Herzdruckmassage, die wir auch an einer großen Puppe zusammen mit der Mund-zu-Mund-Beatmung geübt haben. Ein Kursteilnehmer, welcher ein Studio für asiatische Kampfsportarten leitet - es gibt auch Kurse für Tai Ji, Qi Gong und Yoga, was für ein Zufall, jetzt werde ich mit Angeboten überhäuft, nachdem ich zuerst nicht wußte, wohin, wo lang - erklärte mir, daß dieser Punkt auch Herzspitze genannt wird.)
Das muß ich unbedingt noch abwaschen, denke ich, bevor ich aus dem Haus und unter die Menschen gehe. Und: Wie kommt denn dieses große Muttermal nur auf einmal an meinen Körper, an diese Stelle? Es ist so groß und fällt jedem Betrachter sofort ins Auge, da es mitten im Ausschnitt liegt. Müssen uns beeilen. Es ist noch viel aufzuräumen. Aber ich bin früh aufgestanden, es ist erst fünf oder sechs. Meine jüngste Schwester räumt mit mir zusammen auf, sie hilft mir.
Noch einmal eine Ankleideszene im Schlafzimmer. Ich suche meine Hose. Es ist eine enge Hose aus einem jeansartigen Stoff. Da liegt sie auf dem Bett, ordentlich gebügelt und zusammengelegt. Jetzt ziehe ich die Hose an, damit ich untenherum etwas anhabe. Gott sei Dank liegt sie da und ich muß nicht so aus dem Haus gehen. Dann räumen wir das Eßzimmer auf, der Tisch liegt nämlich voller Nähsachen von mir, zum Beispiel zwei schmale, längliche Schachteln. Eine ist mit schwarzem Cordsamt verkleidet, die andere ist golden. Viele Stecknadeln zwischen dem weißen und dem schwarzen Faden, der ein wirres Knäuel bildet. Wir tun die Stecknadeln in die Schachteln. Ein zarter, blusiger Ärmel aus einem weißen, leicht durchscheinenden Chiffon mit roten Pünktchen, den ich zu nähen angefangen habe. Oben ist er in Falten gelegt und es stecken deshalb noch viele Stecknadeln darin. Mache das Bett. Richte den Vorhang des Schlafzimmers, es ist ein weißer Tüllvorhang, der in der Mitte geteilt und nach rechts und links gerafft ist. Bekomme es nicht gut hin, versuche es immer wieder. Muß mich beeilen, damit ich rechtzeitig zur Schule komme.

 

 

 

Freitag, 29. Februar 2008

 

 

 

Noch eine Vase mit einer Blume.

 

 

 

 

 

 

Träumte von einer besonderen Libellenart, von Paradieslibellen, und einer Abhandlung mit vielen k-Fremdwörtern darin über ihre wichtige Bedeutung für den Menschen. Zum Beispiel erinnere oder glaube ich mich an das Wort “Kommunikation” zu erinnern.
Wir  k o m m u n i z i e r t e n ...
Es hat einen speziellen Klang, dieses Wort, während man es ausspricht, wenn man es langsam und mit Hingabe spricht, wenn sich die Zunge bewegt - das Wort (mit-)bildend -, wie etwas Wundervolles, wie eine wundervolle Speise, es ist Nahrung, das Herz singt es, es bedeutet gleichberechtigter Austausch, es bedeutet feiner Faden, es bedeutet Zusammensein, es bedeutet Verbindung, es bedeutet etwas ganz Liebes.

 

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